Blasensäulenreaktor

Ein Blasensäulenreaktor oder eine Blasensäule ist ein von Helmut Gerstenberg erstmals eingesetzter verfahrenstechnischer Apparat für Gas/Flüssigkeit-Prozesse. In einer Blasensäule perlt Gas durch eine Flüssigkeit und erzeugt dabei eine Phasengrenzfläche zwischen Gas und Flüssigkeit. Die Begasung erfolgt in technischen Blasensäulen meist durch ein gelochtes Bodenblech, durch das das Gas strömt. Die Flüssigkeit kann im Gleichstrom oder im Gegenstrom geführt werden. Blasensäulen werden unter anderem zur Durchführung chemischer Reaktionen zwischen einem Gas und einer Flüssigkeit, aber auch als Direktkontaktapparat zum Wärme- und Stoffaustausch eingesetzt.

Blasensäulenreaktoren werden in einer Vielzahl chemisch-technischer Prozesse eingesetzt, beispielsweise bei Oxidationen, Chlorierungen, Alkylierungen, Polymerisationen und Hydrierungen. Auch bei biochemischen Prozessen wie der Fermentation und der biologischen Abwasserbehandlung sowie bei der Fischer-Tropsch-Synthese, einem indirekten Kohleverflüssigungsverfahren zur Herstellung von Paraffinen, und der Methanolherstellung werden Blasensäulenreaktoren verwendet.