Bleiweiß

Strukturformel
·
Allgemeines
Name Bleiweiß
Andere Namen
  • Basisches Bleicarbonat
  • Cerussa
  • Kremserweiß
  • Hydrocerussit
  • Plumbum hydrocarbonicum
  • Triblei(II)-dicarbonatdihydroxid
  • Tribleidicarbonatdihydroxid
  • C.I. Pigment White 1
  • C.I. 77597
Summenformel (PbCO3)2·Pb(OH)2
Kurzbeschreibung

weißes geruchloses Pulver

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 1319-46-6
EG-Nummer 215-290-6
ECHA-InfoCard 100.013.901
PubChem 14834
ChemSpider 14148
Wikidata Q656004
Eigenschaften
Molare Masse 775,63 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

6,14 g·cm−3

Schmelzpunkt

Zersetzung ab 400 °C

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP), ggf. erweitert

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302+332360Df373410
P: 264280301+330+331304+340312
Zulassungs­verfahren unter REACH

besonders besorgnis­erregend: fortpflanzungs­gefährdend (CMR)

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).

Bleiweiß (chemische Formel: 2 PbCO3 · Pb(OH)2), auch Bleihydroxidkarbonat genannt, ist ein basisches Bleicarbonat und seit dem Altertum ein bedeutendes Weißpigment. Das deutsche Wort (von mittelhochdeutsch blīwīz, regional auch pleyweiß) ist synonym mit lateinisch Cerussa, mittellateinisch auch Cerusa.

  1. The Color of Art Pigment Database: Pigment White artiscreation.com, David Myers. Abgerufen am 23. Juli 2016.
  2. 1 2 3 4 5 6 Eintrag zu Bleiweiß in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. Januar 2025. (JavaScript erforderlich)
  3. Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag lead compounds with the exception of those specified elsewhere in this Annex in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. Februar 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  4. Eintrag in der SVHC-Liste der Europäischen Chemikalienagentur, abgerufen am 19. Oktober 2015.
  5. Vgl. etwa Ute Obhof: Rezeptionszeugnisse des „Gart der Gesundheit“ von Johann Wonnecke in der Martinus-Bibliothek in Mainz – ein wegweisender Druck von Peter Schöffer. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 36/37, 2017/2018, S. 25–38, hier: S. 35 („Cerusa – blywysz“).
  6. Vgl. auch Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 441 (Anmerkungen zu pleyweiß).