Bombenlegeraffäre

Die Bombenlegeraffäre (luxemburgisch: Bommeleeër Affär) bezeichnet eine von mehreren Tätern verübte Serie von Bombenanschlägen auf Infrastruktureinrichtungen und öffentliche Gebäude im Großherzogtum Luxemburg zwischen Mai 1984 und April 1986. Da sowohl die Täter als auch die Motive der Taten seit Jahrzehnten im Dunkeln sind, entwickelten sich Verschwörungstheorien. Die Wiederaufnahme eines zuvor unterbrochenen Gerichtsverfahrens wurde zunächst für 2024 durch die luxemburgische Justiz vorbereitet. Das Verfahren ruht allerdings derzeit (2025) weiter. Seit November 2025 wird ein neuer Prozess gegen frühere Verfahrensbeteiligte wegen Falschaussagen im ersten Prozess geführt.

  1. Richterliche Ratskammer mit Bommeleeër-Dossier befasst. In: Luxemburger Wort. 25. Februar 2023, abgerufen am 17. Juni 2024: „Zehn Jahre nach Prozessbeginn ist eine Wiederaufnahme des Verfahrens noch weit entfernt. Schritt für Schritt nähert man sich allerdings.“
  2. Bommeleeër-AffäreAuftakt des Prozesses wegen falscher Zeugenaussagen: Nebenkläger in der Offensive. In: tageblatt. 18. November 2025, abgerufen am 18. November 2025: „In dem am Montag begonnenen Prozess sind eigentlich sieben Mitglieder der Gendarmerie und der Kriminalpolizei angeklagt. (...) Den Beschuldigten wird vorgeworfen, im Bommeleeër-Prozess 2013/14 falsch ausgesagt zu haben. Für das jetzige Verfahren sind vier Wochen respektive 16 Verhandlungstage veranschlagt.“