Bordeaux-Klassifizierung

Die Bordeaux-Klassifizierung ist eine Eingruppierung von Bordeauxweinen nach Qualitätsstufen. Durch diese Eingruppierung soll das Qualitäts- und Preisniveau der im Weinbaugebiet angebauten Weine verdeutlicht werden.

Die Hafenstadt Bordeaux ist seit der Römerzeit durch Handel geprägt. Die Qualitätsunterschiede der dort gehandelten Weine schlugen sich schon vor Jahrhunderten in ihrem Preis nieder. Generell gilt für die Bordeauxweine die Regel: Je kleiner und enger umgrenzt die Appellation ist, umso höher sind Qualitätsniveau der Weine und entsprechend ihr Preis.

Die bekannteste der Einstufungen erfolgte im Jahr 1855 und betrifft die Weine des Médoc sowie von Sauternes und Barsac. Als Kriterium wurden die seit spätestens der französischen Revolution erzielten Verkaufspreise gewählt.

Die anderen Klassifizierungen sind deutlich jüngeren Datums. Im Jahr 1959 wurden in der Region Graves 13 Weingüter von Rotweinen und 9 Châteaux von Weißweinen als Cru Classés eingestuft. Im gleichen Jahr wurde die erste Klassifizierung der Weine von Saint Émilion veröffentlicht.

Im Jahr 1932 wurden die im Jahr 1855 nicht berücksichtigten Güter als Crus Bourgeois eingestuft. Diese Liste wurde im Jahr 2003 aktualisiert und umfasst 247 Weingüter in den Stufen "Crus bourgeois exceptionnels", "Crus bourgeois supérieurs" und "Crus bourgeois".

  1. Dewey Markham, 1855- A history of the Bordeaux Classification, Chichester, John Wiley, 1998