Bork (Fläming)

Bork ist eine wüste Feldmark östlich von Bad Belzig im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.

Die wüste Feldmark wurde erstmals im Jahr 1388 als Burchhuuen urkundlich erwähnt. Der Name wandelte sich im Jahr 1591 zu Borkkermarck Wüstunge. Der Name Bork leitet sich aus der slawischen Sprache ab und bedeutet so viel wie Siedlung bei einem Nadelwald. Sie gehörte vor 1506 bis um 1550/1552 der Pflege bzw. Amt Belzig und um 1550/1552 bis nach 1872 dem Amt Belzig-Rabenstein. Die von Oppen besaßen vier 1388 und nach 1419 drei Hufen bzw. eine Hufe, die sie verleihen mussten (1419). Der Besitz fiel danach wohl an das Amt Belzig. Die Hufen der Feldmark gehörten im Mittelalter vermutlich zur Burg Mörz, wurden allerdings 1275 unter den nach Mörz eingepfarrten Dörfern nicht erwähnt. Die Hufen aus Bork waren im Jahr 1550 in der Fläche von Mörz inbegriffen. Der Lehnschulze aus Mörz besaß im Jahr 1565 eine Burghufe in Bork. Es gab außerdem einen Hofbesitzer, der zwei Burghufen bewirtschaftete.

Der Pfarrer aus Mörz besaß 1591 eine wüste Burghufe aus Bork. Im genannten Jahr berichteten die Einwohner aus Mörz, dass der Schulze schon lange gestorben war. Zuvor hatte er die 17 Borckermarkhufen den Mörzer Dorfhufen zugeschlagen. Drei Dreihufner bewirtschafteten je eine wüste Burghufe. Hinzu kamen zwei Zweihufner, die je zwei wüste Burghufen nutzten, sowie fünf Zweihufner, die je nur eine wüste Burghufe nutzten. Der Hofbesitzer nutzte drei wüste Burghufen; eine weitere Hufe bewirtschaftete ein Häusler. Die Gemarkung umfasste einschließlich einer Pfarrhufe demnach 17 Hufen. In den Jahren 1682 und 1701 wurden jeweils 16 Burghufen von Mörz genutzt. Aus dem Jahr 1718 ist bekannt, dass auf 16 wüsten Markhufen jeweils 5 Dresdner Scheffel Aussaat ausgebracht wurden. Im Jahr 1822 waren es 17 Hufen auf der wüsten Feldmark Burg; hinzu kam eine Pfarrhufe. Anschließend ging die Feldmark in der Feldmark von Mörz auf.

  1. Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 40)
  2. Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin, Band 13 der Brandenburgischen Historischen Studien im Auftrag der Brandenburgischen Historischen Kommission, be.bra wissenschaft verlag, Berlin-Brandenburg 2005, S. 31 ISBN 3-937233-17-2.