Bormann-Diktate

Die Bormann-Diktate vom 4. bis 26. Februar und 2. April 1945 sind Monologe Adolf Hitlers, die sein Sekretär Martin Bormann im selben Zeitraum mitstenographierte und bearbeitete. Ihre Authentizität wird von manchen Historikern angezweifelt. Jüngere Forschungen deuten mindestens auf eine Verfälschung, vielleicht auch eine Fälschung der Texte hin. Andere halten sie für zuverlässig, auch wenn sie Verkürzungen und Korrekturen durch Bormann nicht ausschließen.

  1. Peter Longerich: Hitlers Stellvertreter: Führung der Partei und Kontrolle des Staatsapparates durch den Stab Hess und die Parteikanzlei Bormann: Eine Publikation des Instituts für Zeitgeschichte. K.G. Saur, München 1992, ISBN 3-598-11081-2, S. 6.
  2. Mikael Nilsson: Constructing a Pseudo-Hitler? The question of the authenticity of Hitlers politisches Testament. In: European Review of History: Revue européenne d'histoire. Band 26, Nr. 5, 3. September 2019, ISSN 1350-7486, S. 871–891, doi:10.1080/13507486.2018.1532983 (tandfonline.com [abgerufen am 13. April 2025]).
  3. Thomas Schirrmacher: Hitlers Kriegsreligion. Die Verankerung der Weltanschauung Hitlers in seiner religiösen Begrifflichkeit und seinem Gottesbild. Band 1, Bonn 2007, S. 42.