Puente de Alconétar

Puente de Alconétar
Überreste der Alconétar-Brücke mit ihren Flachbögen
Querung von Tajo
Ort Garrovillas de Alconétar, Provinz Cáceres, Extremadura (Spanien)
Konstruktion Segmentbogenbrücke mit Keilsteingewölbe
Gesamtlänge 290 m (einschl. Brückenrampe)
Breite 6,55–6,80 m
Anzahl der Öffnungen Ca. 18 (mit Flutdurchlässen)
Lichte Weite 7,20–15 m
Pfeilerstärke Ca. 4,4 m
Bogendicke (Scheitel) 1,20 m (2. Flutdurchlass)
Pfeilverhältnis 4–5:1
Durchflussprofil 73 %
Bogenschlankheit 6:1 (2. Flutdurchlass)
Höhe Mind. 12,50 m
Bauzeit Vermutlich zw. 98 und 138 n. Chr.
Zustand Ruine
Lage
Koordinaten 39° 45′ 14″ N,  26′ 14″ W

Alle Werte beruhen auf Messungen vor der Relozierung und sind durch den Zerstörungszustand bedingt notwendigerweise fragmentarisch.

Die Brückenreste wurden 1970 an einen neuen Standort 6 km flussaufwärts verlegt.

Die Puente de Alconétar (spanisch für „Brücke von Alconétar“), auch bekannt als Puente de Mantible, war eine römische Segmentbogenbrücke in der Provinz Cáceres in der spanischen Region Extremadura. Das antike Bauwerk zählt mit seinen flachgespannten Bögen (Pfeilverhältnis von 4–5:1) zu den frühesten Beispielen dieses Brückentyps überhaupt. Aufgrund ihrer Bauart wird angenommen, dass die Brücke im frühen 2. Jahrhundert n. Chr. unter den Kaisern Trajan oder Hadrian errichtet wurde, womöglich unter Anleitung von Apollodor von Damaskus, dem berühmtesten Baumeister seiner Zeit.

Die beinahe 300 m lange Alconétar-Brücke trug die Vía de la Plata, die bedeutendste Nord-Süd-Verbindung im westlichen Hispanien, über den Tajo, den längsten Fluss auf der Iberischen Halbinsel. Sie blieb wohl bis zur Reconquista in Betrieb, zahlreiche neuzeitliche Wiederaufbauversuche durch spanische Ingenieure scheiterten. Die Brückenreste, die im Wesentlichen am rechten Flussufer standen, wurden 1970 vor der Flutung des Alcántara-Stausees in Sicherheit gebracht.

  1. Durán 184; Fernández: Puente de Alconétar; Prieto 150
  2. Prieto 155; O'Connor 108f.; Galliazzo 359
  3. O'Connor 20