Brünig-Napf-Reuss-Linie

Die Brünig-Napf-Reuss-Linie, auch als Jassgrenze bekannt, ist nach einer verbreitet bekannten Ansicht eine Kulturgrenze innerhalb der Schweiz. Ihr Verlauf wird annäherungsweise durch den Brünigpass, den Hügelzug des Napf und den Fluss Reuss bezeichnet und verläuft damit etwa 50 bis 100 km östlich der deutsch-französischen Sprachgrenze («Röstigraben»). Erstmals vorgeschlagen wurde sie vom Volkskundler Richard Weiss 1947. In jüngerer Zeit wird ihre Existenz zum Teil bezweifelt, zum Teil relativiert.

  1. Urs Bader: «Nationalsport»: Wie das Jassen in die Schweiz kam und heute das Land teilt. In: tagblatt.ch. 13. November 2018, abgerufen am 24. August 2020.
  2. Alban Frei: Ein «Dokument des geistigen Selbstbehauptungswillens der Schweiz». Der Atlas der schweizerischen Volkskunde und die Nationalisierung der Volkskunde in der Schweiz. In: Sabine Eggmann, Marius Risi, Franziska Schürch (Hrsg.): Vereintes Wissen. Die Volkskunde und ihre gesellschaftliche Verankerung. Ein Buch zum 100. Geburtstag der Sektion Basel der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde. Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde, Basel 2010, ISBN 978-3-908122-88-3 und Waxmann, Münster / New York 2010, ISBN 978-3-8309-2401-2, S. 133 ff.
  3. 1 2 Birgit Huber: Die Entdeckung der «Brünig-Napf-Reuss-Linie». In: Blog des Schweizerischen Nationalmuseums. Publiziert am 18. Oktober 2023.