Bracke (Hund)

Der Begriff „Bracke“ (ahd. „braccho“) leitet sich von „Bär“ ab und bezeichnete ursprünglich das Junge von Löwen, Bären, Wölfen, Füchsen und Hunden, ähnlich wie der Begriff „Welpe“ (Wölfchen). Im Mittelalter (mittelhochdeutsch „bracke“) bezeichnete man damit einen jungen Hund, insbesondere einen Spiel-, Schoß-, Jagd- und Spürhund. Verwandte Wörter sind engl. bratchet, ital. bracco, franz. braquet und brachet.

Mittlerweile wird mit Bracke ein spezieller Typ von Jagdhunden bezeichnet. In Georg Ludwig Hartigs Lehrbuch für Jäger und die es werden wollen (1812) heißt es zu diesem Hund:

„Seine Bestimmung ist das Wild jeder Art durch fleißiges Suchen im Walde oder Felde ausfindig zu machen, und es so lange laut zu verfolgen, bis es dem Jäger zu Schuß gebracht oder sonst gefangen ist.“

Zu den dort aufgezählten geforderten Eigenschaften der Bracken gehören neben Führigkeit und Gehorsam die gute Suche und das Bellen (nur) auf der Spur („Spurlaut“).

  1. Georg Ludwig Hartig: Lehrbuch für Jäger und die es werden wollen. Band 2: welcher die Wildzucht, den Wildschutz, die Wildjagd und die Wildbenutzung enthält. Rößl und Kaulfuß u. a., Wien u. a. 1812, S. 125.