Brasilianische Streitkräfte
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| Führung | |||
|---|---|---|---|
| Oberbefehlshaber: | Präsident Luiz Inácio Lula da Silva | ||
| Verteidigungsminister: | José Múcio Monteiro | ||
| Militärischer Befehlshaber: | Admiral Renato Rodrigues de Aguiar Freire | ||
| Sitz des Hauptquartiers: | Brasília | ||
| Militärische Stärke | |||
| Aktive Soldaten: | 366.500 (2022) | ||
| Reservisten: | 1.340.000 (2022) | ||
| Wehrpflicht: | 10 bis 12 Monate (Nur für Männer) | ||
| Wehrtauglichkeitsalter: | 18. – 45. Lebensjahr | ||
| Paramilitärische Kräfte: | 395.000 (2022) | ||
| Haushalt | |||
| Militärbudget: | 136,34 Mrd. BRL ~23,35 Mrd. USD (2025) | ||
| Anteil am Bruttoinlandsprodukt: | 1,1 % (2023) | ||
| Geschichte | |||
| Gründung: | 1648 | ||
Die Brasilianischen Streitkräfte (portugiesisch Forças Armadas do Brasil) bestehen aus dem Heer, der Marine einschließlich der Marineinfanterie und den Marinefliegern sowie den Luftstreitkräften. Die paramilitärischen Militärpolizeien der Bundesstaaten zählen im weiteren Sinne als Reserve zu den Streitkräften, unterstehen jedoch nicht deren Organisationsstruktur.
In der brasilianischen Politik und Bevölkerung herrscht nach den Jahrzehnten der brasilianischen Militärdiktatur eine gewisse Vorsicht gegenüber den Streitkräften. Daher ist die Truppenstärke – in Anbetracht der Größe und Bevölkerungszahl Brasiliens – eher gering. Da die lateinamerikanischen Staaten untereinander verbündet sind, sieht sich Brasilien keiner wirklichen äußeren Bedrohung gegenüber, was eine große Truppenstärke unnötig erscheinen lässt.
Die Streitkräfte bestehen aus 366.500 aktiven Soldaten. Es besteht eine Wehrpflicht für Männer ab dem 18. Lebensjahr. Der Grundwehrdienst dauert zehn bis zwölf Monate. Die Staatsausgaben für das brasilianische Militär betrugen im Jahr 2023 rund 22,9 Milliarden US-Dollar, was 1,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmacht. In Friedenszeiten wird das Militär auch zum Katastrophenschutz und zum Rettungsdienst, sowie für wissenschaftliche Dienste (auf der Antarktisforschungsstation Estação Antártica Comandante Ferraz) eingesetzt. Oberbefehlshaber der brasilianischen Streitkräfte ist der Staatspräsident, das Oberkommando befindet sich in der Hauptstadt Brasília.
Neben den aktiven Soldaten existieren in Brasilien zwei Einstufungen der Reserve, durch die im Falle einer Mobilisierung von rund 1,12 Millionen bis zu 225.000 Reservisten einberufen werden können. Von den 1,12 Millionen Angehörigen der ersten Reservestufe können 400.000 innerhalb sehr kurzer Zeit aktiviert werden.
- ↑ Agenda de Paulo Sérgio Nogueira de Oliveira Paulo Sérgio Nogueira de Oliveira. In: www.gov.br. Abgerufen am 14. September 2022.
- ↑ Brazil's Top Military Officer Visits SOUTHCOM. In: www.southcom.mil. 14. März 2023, abgerufen am 2. August 2023 (englisch).
- 1 2 3 International Institute for Strategic Studies (Hrsg.): The Military Balance 2023. 123. Auflage. Taylor & Francis, 2023, ISBN 978-1-03-250895-5, S. 383–386.
- ↑ Brasil reforça Orçamento da Defesa e investe no submarino nuclear. correiodobrasil.com.br, 5. April 2025, abgerufen am 7. April 2025 (portugiesisch).
- 1 2 TRENDS IN WORLD MILITARY EXPENDITURE 2023. SIPRI, März 2024, abgerufen am 30. Mai 2024 (englisch).
- ↑ The World Factbook–Brazil. Central Intelligence Agency, abgerufen am 14. September 2022 (englisch).