Brasilianit

Brasilianit
Brasilianitkristall aus Galilea, Minas Gerais, Brasilien
Allgemeines und Klassifikation
IMA-Symbol

Bzl

Chemische Formel
  • NaAl3(PO4)2(OH)4
  • NaAl3[(OH)2|PO4]2
Mineralklasse
(und ggf. Abteilung)
Phosphate, Arsenate und Vanadate
System-Nummer nach
Strunz (8. Aufl.)
Lapis-Systematik
(nach Strunz und Weiß)
Strunz (9. Aufl.)
Dana

VII/B.12
VII/B.12-010

8.BK.05
41.05.07.01
Kristallographische Daten
Kristallsystem monoklin
Kristallklasse; Symbol monoklin-prismatisch; 2/m
Raumgruppe P21/n (Nr. 14, Stellung 2)Vorlage:Raumgruppe/14.2
Gitterparameter a = 11,233 Å; b = 10,142 Å; c = 7,097 Å
β = 97,37°
Formeleinheiten Z = 4
Physikalische Eigenschaften
Mohshärte 5,5
Dichte (g/cm3) gemessen: 2,98; berechnet: 2,998
Spaltbarkeit gut nach {010}
Bruch; Tenazität muschelig; spröde
Farbe farblos, weiß, gelblich, grünlichgelb
Strichfarbe weiß
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Glanz Glasglanz
Kristalloptik
Brechungsindizes nα = 1,602
nβ = 1,609
nγ = 1,621 bis 1,623
Doppelbrechung δ = 0,019 bis 0,021
Optischer Charakter zweiachsig positiv
Achsenwinkel 2V = 71° bis 75° (gemessen), 72° bis 76° (berechnet)

Brasilianit ist ein eher selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Phosphate, Arsenate und Vanadate“ mit der chemischen Zusammensetzung NaAl3[(OH)2|PO4]2 und damit chemisch gesehen ein Natrium-Aluminium-Phosphat mit zusätzlichen Hydroxidionen.

Brasilianit kristallisiert im monoklinen Kristallsystem und entwickelt meist kurzprismatische oder isometrische Kristalle, kommt aber auch in Form radialstrahliger, körniger oder massiger Mineral-Aggregate vor. In reiner Form ist Brasilianit farblos und durchsichtig. Durch vielfache Lichtbrechung aufgrund von Gitterfehlern oder polykristalliner Ausbildung kann er aber auch durchscheinend weiß sein und durch Fremdbeimengungen eine gelbliche bis grünlichgelbe Farbe annehmen.

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