Brettsperrholz

Brettsperrholz bzw. Brettsperrholzplatte (BSP) ist der Überbegriff für im Bauwesen verwendete Massivholztafeln, die aus mehreren über Kreuz flach aufeinander verleimten, vernagelten oder verdübelten Brettlagen bestehen. Üblich sind drei bis neun Brettlagen, die miteinander verklebt werden. Wie bei Brettschichtholz (BSH) und Brettstapel-Elementen werden jedoch von manchen Herstellern auch (Aluminium-)Nägel und Hartholz-Dübel zur Verbindung der Brettlagen verwendet. Brettschichtholz unterscheidet sich von Brettsperrholz darin, dass alle Brettlagen parallel zueinander angeordnet sind.

Brettsperrholzplatten werden auch als Mehrschichtige Massivholzplatte bezeichnet. Aus dem Englischen wurde der Begriff Cross laminated timber (CLT, XLAM oder X-LAM) übernommen. Dickholz, Kreuzlagenholz (KLH) und Kreuzlagenvollholz sind Herstellerbezeichnungen.

Nach dem gleichen Prinzip wie bei Furniersperrholz wird durch den kreuzweise ausgeführten Aufbau von mindestens drei Lagen eine hohe Formstabilität erreicht: Jede Holzschicht verhindert die bei Einzelbrettern durch Veränderung der Holzfeuchte auftretende Dimensionsänderung der rechtwinklig dazu liegenden benachbarten Lage.

  1. Eintrag Brettsperrholz, ETHZ, UT, 2023. In: materialarchiv.ch
  2. Verbindungslösungen für Brettsperrholz, Hersteller Simpson Strong-Tie. Abgerufen im Juni 2024. In: strongtie.de
  3. Tobias Wiegand, Arnim Seidel, Peter Mestek, Norman Werther, Stefan Winter: Bauen mit Brettsperrholz – Tragende Massivholzelemente für Wand, Decke und Dach (PDF-Datei), 04/2010, 4. unveränderte Auflage 08/2016, Studiengemeinschaft Holzleimbau e. V. In: informationsdienst-holz.de