Britische Mount-Everest-Expedition 1924
Die britische Mount-Everest-Expedition 1924 war nach der ebenfalls britischen Expedition im Jahr 1922 die zweite Expedition, die ausdrücklich die Erstbesteigung des 8848 Meter hohen Mount Everest zum Ziel hatte. Im Jahr 1921 hatte eine Erkundungsexpedition stattgefunden. Weil das Königreich Nepal für Ausländer gesperrt war, stand den britischen Expeditionen in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg nur der Zugang von der tibetischen Nordseite her offen.
Während der Expedition wurden drei Besteigungsversuche unternommen. Der erste scheiterte früh an der Mitarbeit der Träger, den zweiten brach Edward Norton aufgrund der späten Uhrzeit ab, er erreichte aber mit 8573 m eine neue Rekordhöhe für Bergsteiger. Beim dritten und letzten Besteigungsversuch verschwanden die Bergsteiger George Mallory und Andrew „Sandy“ Irvine. Bis heute wird darüber spekuliert, ob sie den Gipfel erreicht hatten. Die Leiche Mallorys wurde im Jahre 1999 gefunden und identifiziert. Ein Schuh mit Überresten von Andrew Irvine wurde im Herbst 2024 entdeckt.
Einen Einblick in die Expedition geben Briefe von Mallory an seine Frau Ruth, die das Magdalene College in Cambridge, wo Mallory von 1905 bis 1909 Geschichte studiert hatte, digitalisiert und transkribiert im Internet zugänglich gemacht hat.
- ↑ Stephanie Geiger: Brisanter Fund am Mount Everest. In: faz.net. 11. Oktober 2024, abgerufen am 11. Oktober 2024.
- ↑ Stephanie Geiger: Schaffte George Mallory es nach oben? Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. April 2024, abgerufen am 26. Dezember 2024.