Bronzezeitliche Befestigung bei Bernstorf

Bei der bronzezeitlichen Befestigung bei Bernstorf handelte es sich um die größte bekannte bronzezeitliche Befestigung nördlich der Alpen, mit einer Fläche von etwa 13 Hektar und einer über 1,6 Kilometer langen Holz-Erde-Mauer. Die Anlage wird zeitlich durch 14C-Untersuchungen auf einen Zeitraum zwischen 1675 und 1510 v. Chr. datiert. Dieser Zeitabschnitt fällt in die Hügelgräber-Kultur der Mittleren Bronzezeit in Mitteleuropa von 1600 bis 1300/1200 v. Chr., die ungefähr zeitgleich mit der mykenischen Zeit von 1600–1050 v. Chr. in Griechenland ist. Drei Viertel des Siedlungsareals sind durch Kiesabbau nicht mehr vorhanden.

Der archäologische Fundort befindet sich auf dem Bernstorfer Hügel im Landkreis Freising/Oberbayern, zirka 1,4 km nördlich des Zentrums der Gemeinde Kranzberg, zirka 500 m westlich vom Gemeindeteil Bernstorf und zirka 600 m östlich des Flusses Amper. Die Anlage befindet sich auf einem Plateau etwa 55 m über dem Flussufer.

Für großes Aufsehen sorgten ab 1998 Funde von Goldschmuck und Bernsteinartefakten. Ob die Funde echt sind oder ob es sich dabei um Fälschungen handelt, wird seit 2013 heftig diskutiert.