Brough Castle
Brough Castle ist eine Burgruine im Dorf Brough in der englischen Grafschaft Cumbria. Wilhelm Rufus ließ die Burg um 1092 innerhalb der römischen Festung Verterae zum Schutz einer wichtigen Straße durch die Pennines bauen. Die anfängliche Motte wurde 1174 während der großen Revolte gegen König Heinrich II. von den Schotten angegriffen und zerstört. Beim Wiederaufbau nach dem Krieg entstand ein Donjon mit quadratischem Grundriss und der Rest der Burg in Stein.
Die Familie Clifford nahm nach dem Zweiten Krieg der Barone (1264–1267) in den 1260er-Jahren die Burg in Besitz. Sie ließen Clifford’s Tower bauen und eine Reihe von Renovierungsarbeiten durchführen. Dabei entstand eine Festungsanlage im typisch nordenglischen Stil. 1521 hielt Henry Clifford Weihnachtsfeierlichkeiten in der Burg ab, nach denen ein Brand ausbrach, der das ganze Gebäude zerstörte. Die Burg blieb verlassen, bis Lady Anne Clifford sie in den Jahren 1659–1661 wiederaufbauen ließ und sie als einen ihrer Landsitze in Nordengland nutzte. 1666 brach ein weiterer Brand aus, der die Burg erneut in einen unbewohnbaren Zustand versetzte. Brough Castle war damit dem raschen Verfall preisgegeben und wurde zuerst seiner Einrichtung und seiner Mauern beraubt. Die restlichen Burgmauern begannen um 1800 einzustürzen.
Im Jahre 1921 überließ die Familie die Burgruine dem Staat. Heute wird sie von English Heritage verwaltet und dient als Touristenattraktion. Sie wurde als historisches Gebäude I. Grades und als Scheduled Monument gelistet.