Brunner-Drüsen

Die Brunner-Drüsen (Glandulae duodenales), genannt auch Brunnersche Drüsen, sind muköse Drüsen mit verzweigten tubuloalveolären Drüsenschläuchen aus einschichtigem kubischen Epithel, die in die Krypten des Duodenums (Zwölffingerdarm) münden. Sie liegen unterhalb der Lamina muscularis mucosae in der Tela submucosa und durchbrechen diese.

Die Drüsen wurden erstmals 1679 von dem Anatomen Johann Jakob Wepfer beschrieben. Jedoch erst die 1687 durch dessen Schwiegersohn Johann Conrad Brunner in De glandulis in duodeno intestino detectis erfolgte Beschreibung erhielt eine größere Aufmerksamkeit, so dass Brunner als Entdecker der nach ihm benannten Drüsen galt.

  1. Axel W. Bauer: Brunnersche Drüsen. 2005, S. 216.