Bruxismus
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| F45.8 | Sonstige somatoforme Störungen |
| G47.8 | Sonstigen Schlafstörungen |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| DA0E.7 | Parafunktionelle dentofaziale Störungen |
| 7A83 | Schlafbezogener Bruxismus |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Der Bruxismus (abgeleitet von altgriechisch βρυγμός brygmos, „das Zähneknirschen“, mit lateinischer Endung) ist das unbewusst ausgeführte Zähneknirschen oder Aufeinanderpressen der Zähne, sowohl im Schlaf als auch im wachen Zustand. Als Folge verschleißt der Zahnhalteapparat (Parodontium) aufgrund von Überlastung, und zusätzlich können das Kiefergelenk, die Kaumuskulatur sowie andere Muskelgruppen, die zur Stabilisierung des Kopfes angespannt werden, geschädigt werden.
Hierdurch kann es zu Schmerzsyndromen und Ohrgeräuschen (Tinnitus) kommen. Weitere häufige Erscheinungen sind Schwindel, Sehstörungen und Übelkeit. Schmerzsyndrome, die das Kiefergelenk betreffen, werden in der Literatur als craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) geführt, für die strukturelle, funktionelle, biochemische und psychische Fehlregulationen der Muskel- oder Gelenkfunktion verantwortlich sind.
- ↑ Die Zeit: Das Lexikon in 20 Bänden. Zeitverlag, 2. Band, Hamburg 2005, ISBN 3-411-17562-1, S. 437.
- ↑ Brockhaus Enzyklopädie. 19. Auflage. 4. Band, Verlag Friedrich Arnold Brockhaus, Mannheim 1987, ISBN 3-7653-1104-9, S. 70.