Buchstabensalat
Als Buchstabensalat wird umgangssprachlich ein Durcheinander von Zeichen mit nicht oder nur schwer erkennbarem Sinn bezeichnet. Er wird zum Beispiel durch fehlerhafte Druckertreiber oder bei Tastaturtests produziert. Auch kryptographisch verschlüsselte Texte erscheinen in den meisten Fällen als Buchstabensalat.
Das Betrachten von digitalen Texten in der falschen Zeichensatztabelle führt regelmäßig zu einer speziellen Form von Buchstabensalat, der als Zeichensalat bezeichnet wird. In der Pädagogik wird der Begriff Buchstabensalat als Buchstabenspiel beim Lesenlernen angewendet, indem die Schüler aus einem Buchstabenmix das korrekte Wort herausfinden müssen.
In Schriften von Dementen finden sich „sinnloses Aneinanderreihen von Buchstaben (Buchstabensalat), sinnloser Wirrwarr von Buchstabengruppen (Silbensalat), sinnloses Gefüge von Worten (Wortsalat)“.
Ebenfalls als Buchstabensalat wird eine bestimmte Rätselform bezeichnet, das sogenannte Suchsel. Suchsel bestehen aus einem Buchstabengitter, in dem Wörter versteckt sind, die gesucht werden müssen.
- ↑ Penny Ur, Andrew Wright (Hrsg.): 111 Kurzrezepte für den Französisch-Unterricht. Interaktive Übungsideen für zwischendurch. Übersetzt und bearbeitet von Barbara Huter und Susanne Schauf. Klett-Verlag für Wissen und Bildung, Stuttgart 1994, ISBN 3-12-525840-5, S. 14. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche.
- ↑ Robert Saudek: Betonung und Unterbetonung von Wortanfängen und Wortenden als charakterologische und psychopathologische Merkmale der Schrift. In: Zeitschrift für angewandte Psychologie. Bd. 37, 1930, ZDB-ID 715089-1, S. 99–134, hier eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche.