Bullpup
Unter Bullpup ([] von englisch bulldog-puppy, Bulldoggenwelpe) versteht man eine (zunächst ungewöhnliche) Bauweise von Handfeuerwaffen, bei der das Patronenlager (mindestens teilweise) hinter dem Griffstück mit dem Abzug liegt. Der deutsche Begriff für diese Bauweise lautet Hinterschaftlader.
Vor- und Nachteile der Hinterschaftlader gegenüber den Handfeuerwaffen in gewöhnlicher Bauweise
- Bei gleicher Lauflänge ergibt sich eine kleinere Gesamtlänge.
- Der Masseschwerpunkt liegt näher am Schützen.
- Die Wahrscheinlichkeit, dass ausgeworfene heiße Patronenhülsen den Schützen treffen, ist größer.
- Der aufwendigere Mechanismus macht die Waffe theoretisch weniger zuverlässig und teurer.
- Das Einsetzen der Patronen oder der Magazine ist schwieriger.
- Die heißen Teile werden schlechter gekühlt.
Die kurze Bauweise soll die Führigkeit der Waffe in räumlich engen Verhältnissen – z. B. CQB und Transport- und Gefechtsfahrzeugen – verbessern.
- ↑ Ian McCollum, Jonathan Ferguson: Origin of the Term "Bullpup". (Video) Abgerufen am 12. Oktober 2021 (englisch, Der Begriff Bullpup für die Waffenbauart wurde in den 1930er/1940er-Jahren in den USA geprägt (ab 2:15 min).).
- ↑ Hinterschaftlader-Modelle des frühen 20. Jahrhunderts. In: all4shooters.com. Abgerufen am 28. Februar 2018.
- ↑ Günter Wollert, Reiner Lidschun, Wilfried Kopenhagen: Illustrierte Enzyklopädie der Schützenwaffen aus aller Welt: Schützenwaffen heute (1945–1985). 3. Auflage. Band 1. Brandenburgisches Verlagshaus, Berlin 1993, ISBN 3-89488-059-7, S. 243
- ↑ Chris McNab: Schusswaffen: Vom Revolver bis zur Vollautomatik – Modelle aus aller Welt. Parragon Books Ltd Bath, ISBN 978-1-4075-8417-1, S. 161.