Bund – Gemeinschaft für sozialistisches Leben
Der Bund – Gemeinschaft für sozialistisches Leben wurde 1924 in Essen von sieben Frauen und zwei Männern gegründet, die sich an der Volkshochschule Essen kennengelernt hatten. Initiatoren waren der promovierte Mathematiker, Pädagoge und Philosoph Artur Jacobs und seine Ehefrau, die Bewegungspädagogin Dore Jacobs, geborene Marcus. Ziel war eine Lebensweise, in der die ganze Person aufgehen sollte – Körper, Geist und Seele. Hierzu gehörten auch Bewegung und Tanz. Beeinflusst war diese Gemeinschaft von der Lebensreform, der Jugendbewegung und der Ordensidee. Ursprünglich hatte sie sich Bund – Orden für sozialistische Politik und Lebensgestaltung genannt, ab 1931 Internationaler Sozialistischer Orden „Bund“ (kurz ISO). Geprägt war der Bund aber auch von der Kantschen Philosophie von Ernst Marcus, dem Vater von Dore Jacobs.
- ↑ Vgl. Gerd Hergen Lübben, Auf schmalem Grat. Für ein Lernen und Wachsen aus dem Geist der Wahrheit, der Kunst und der Menschlichkeit. Annäherungen an den Pädagogen Artur Jacobs – auch mit Blick auf den Philosophen Ernst Marcus und die Bewegungsbildnerin Dore Jacobs, geborene Marcus.; in: „DIE BRÜCKE – Forum für antirassistische Politik und Kultur“ (Saarbrücken 2008), Hefte 147–149; besonders Heft 147, Seiten 54 ff.