Burg Waldeck (Hunsrück)

Burg Waldeck

Burg Waldeck im Hunsrück: Ruine der Oberburg mit modernen Neubauten des Nerother Wandervogels

Staat Deutschland
Ort Dorweiler
Entstehungszeit 1189
Burgentyp Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand Ruine
Ständische Stellung Ministeriale
Geographische Lage 50° 9′ N,  26′ O
Höhenlage 248 m ü. NHN

Burg Waldeck ist die Ruine einer Spornburg auf 248 m ü. NHN in der Gemarkung des Dorfes Dorweiler, einem Ortsteil der Gemeinde Dommershausen, im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Als „Rheinische Jugendburg“ und Austragungsort der „Waldeck-Festivals“ erlangte sie im 20. Jahrhundert internationale Bekanntheit.

Die Ganerben­burg war der Stammsitz der Hunsrücker Ministerialen­geschlechter derer von Waldeck. Insbesondere der Familienzweig der Boos von Waldeck konnte im Laufe der Jahrhunderte an Bedeutung und Einfluss gewinnen und sich in der frühen Neuzeit ein reichsunmittelbares Territorium im Umkreis der Burg sichern, die Herrschaft Waldeck. Sie bestand bis zur Besetzung des Linken Rheinufers durch die französischen Revolutionstruppen Ende des 18. Jahrhunderts.

Die mittelalterliche Burg selbst wurde 1689 im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekriegs zerstört. Mitte des 18. Jahrhunderts wurden die Ruinen planiert und ein Sommerschloss auf dem Gelände errichtet. Im Jahr 1833 wurde das Schloss versteigert und um 1850 teilweise abgebrochen.

Seit den 1910er Jahren sind die Burg und ihr Vorgelände ein beliebter Treffpunkt der bündischen Jugend, insbesondere des Nerother Wandervogels (der heute Eigentümer des Burggeländes ist) und der Arbeitsgemeinschaft Burg Waldeck (die heute Eigentümer des Vorgeländes ist).