Burgfrieden

Der Ausdruck Burgfrieden (mhd. burcvride ‚vertraglicher Friede innerhalb der Erbengemeinschaft einer Burg‘) bezeichnete im Mittelalter einen rechtlichen Sonderstatus ummauerter Stätten (Städte oder Burgen), in deren Bereich Hausrecht und Strafgewalt des Burgherren galten sowie Fehden und Friedensbruch bei rigorosen Strafen verboten waren. In Bayern bezeichnete man als Burgfrieden den Hoheits-, Schutz-, Markt- und Gerichtsbezirk der Städte und Märkte.

  1. Burgfriede bei Duden online.
  2. Burgfrieden Mittelalter-Lexikon, Kleine Enzyklopädie des deutschen Mittelalters, gegründet durch Peter C. A. Schels, abgerufen am 28. September 2018
  3. Fritz H. Herrmann: Strafe für Bruch des Burgfriedens. In: Wetterauer Geschichtsblätter 1954, S. 148
  4. Reinhard Heydenreuter: Kriminalgeschichte Bayerns 2003, S. 320