Busboykott von Montgomery

Der Busboykott von Montgomery (englisch Montgomery Bus Boycott) war eine Protestaktion der Bürgerrechtsbewegung in der US-amerikanischen Stadt Montgomery gegen die Rassentrennung in Bussen. Er dauerte 381 Tage, vom 5. Dezember 1955 bis zum 20. Dezember 1956.

Auslöser für den Boykott war die Verhaftung der schwarzen Bürgerrechtlerin Rosa Parks, nachdem sie sich geweigert hatte, für einen weißen Passagier ihren Sitzplatz zu räumen. Die führenden Bürgerrechtler Montgomerys, darunter E. D. Nixon und Jo Ann Robinson, riefen ihre Mitbürger daraufhin zu einem Busboykott auf, um gegen die erniedrigende Behandlung von Afroamerikanern in Bussen zu protestieren. Zur weiteren Organisation des Boykotts, an dem sich fast alle schwarzen Einwohner der Stadt beteiligten, gründeten sie die Montgomery Improvement Association (MIA). Zum Vorsitzenden der MIA wurde der junge Pastor Martin Luther King gewählt. Die Demonstranten gestalteten ihren Protest nach dem Vorbild Mahatma Gandhis gewaltlos.

Als klar wurde, dass die Stadt an einer Einigung mit den Bürgerrechtlern nicht interessiert war, gingen diese den Rechtsweg und reichten Klage gegen die Stadt ein. Der Rechtsstreit endete damit, dass der Oberste Gerichtshof im Fall Browder v. Gayle die Rassentrennung in Bussen für verfassungswidrig erklärte.

Nicht zuletzt wegen der staatlichen Verfolgung, die die Bürgerrechtler erleiden mussten, erregte der Busboykott internationale Aufmerksamkeit. Er gilt als die Geburtsstunde der modernen Bürgerrechtsbewegung in den USA.