Buspiron

Strukturformel
Allgemeines
Freiname Buspiron
Andere Namen

8-{4-[4-(Pyrimidin-2-yl)piperazin-1-yl]butyl}-8-azaspiro[4.5]decan-7,9-dion (IUPAC)

Summenformel
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 253-072-2
ECHA-InfoCard 100.048.232
PubChem 2477
ChemSpider 2383
DrugBank DB00490
Wikidata Q412194
Arzneistoffangaben
ATC-Code

N05BE01

Wirkstoffklasse

Anxiolytikum

Wirkmechanismus

selektiver Serotoninagonist

Eigenschaften
Molare Masse 385,50 g·mol−1
Schmelzpunkt

109–110 °C; 201,5–202,5 °C (Hydrochlorid)

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung

Hydrochlorid

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301
P: 264270301+310405501
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).

Buspiron ist ein Arzneistoff, der angstlösend wirkt. Sein Vorteil gegenüber den Benzodiazepinen liegt vor allem darin, dass er, nach derzeitigem Stand der Forschung, nicht abhängig macht. Es wirkt auch nicht sedierend. Die Wirkung tritt, anders als bei Benzodiazepinen, nicht unmittelbar nach der Einnahme, sondern erst nach einigen Wochen (zwei und mehr) regelmäßiger Einnahme ein. Buspiron besitzt keine Affinität zu GABA-Rezeptoren. Vermutlich wirkt es als partieller Agonist an 5-HT1A-Rezeptoren und als Antagonist an D2-Rezeptoren. Der Wirkstoff wurde 1971 von Bristol Myers und 1973 von Mead Johnson patentiert. Es sind auch Generika im Handel. Verwendet wird er als Hydrochlorid. Buspiron wurde 1986 für die Indikation Generalisierte Angststörung erstmals zugelassen.

  1. 1 2 3 4 5 6 Eintrag zu Buspiron. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 10. März 2024.
  2. 1 2 3 4 Datenblatt Buspirone hydrochloride bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 10. März 2024 (PDF).