Capital Asset Pricing Model

Das Kapitalgutpreismodell oder Preismodell für Kapitalgüter, englisch Capital Asset Pricing Model (CAPM) ist in der Kapitalmarkttheorie ein Gleichgewichtsmodell, das unter (sehr restriktiven) Annahmen die Preisbildung risikobehafteter Finanzinstrumente und Finanzprodukte erklärt und Erkenntnisse über die Beziehung von erwarteter Rendite und Finanzrisiko von Wertpapieren ermöglicht.

Das Capital Asset Pricing Modell (CAPM) wurde von William F. Sharpe, John Lintner und Jan Mossin in den 1960er Jahren unabhängig voneinander entwickelt und baut auf der Portfoliotheorie von Harry M. Markowitz auf. Obwohl das CAPM häufig kritisiert wird, ist es ein zentraler Baustein der modernen Kapitalmarkttheorie und formt die Basis vieler weiterer Modelle. Die Bedeutung des Modelles kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass Harry M. Markowitz und William F. Sharpe 1990 den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften (Wirtschaftsnobelpreis) erhielten. Jan Mossin und John Lintner konnten den Preis nicht bekommen, da er posthum nicht verliehen wird.

  1. William F. Sharpe: A Theory of Market Equilibrium under Conditions of Risk. Band 19, Nr. 3. The Journal of Finance, S. 425444.
  2. John Lintner: SECURITY PRICES, RISK, AND MAXIMAL GAINS FROM DIVERSIFICATION*. In: The Journal of Finance. Band 20, Nr. 4, Dezember 1965, ISSN 0022-1082, S. 587–615.
  3. Jan Mossin: Equilibrium in a Capital Asset Market. In: Econometrica. Band 34, Nr. 4, Oktober 1966, ISSN 0012-9682, S. 768, doi:10.2307/1910098.
  4. Harry Markowitz: Portfolio Selection. In: The Journal of Finance. Band 7, Nr. 1, März 1952, ISSN 0022-1082, S. 77, doi:10.2307/2975974.