Calderit

Calderit
Calderit Kristalle auf Matrix aus Litzdalen in Sunndal (Norwegen)
Allgemeines und Klassifikation
IMA-Symbol

Cdr

Chemische Formel Mn2+3Fe3+2[SiO4]3
Mineralklasse
(und ggf. Abteilung)
Silikate und Germanate – Inselsilikate
System-Nummer nach
Strunz (8. Aufl.)
Lapis-Systematik
(nach Strunz und Weiß)
Strunz (9. Aufl.)
Dana

VIII/A.06b
VIII/A.08-040

9.AD.25
51.04.03a.06
Ähnliche Minerale Granatgruppe
Kristallographische Daten
Kristallsystem kubisch
Kristallklasse; Symbol hexakisoktaedrisch; 4/m32/m
Raumgruppe Ia3d (Nr. 230)Vorlage:Raumgruppe/230
Gitterparameter a = natürlich: 11,81, synthetisch: 11,821 Å
Formeleinheiten Z = 8
Physikalische Eigenschaften
Mohshärte 7
Dichte (g/cm3) gemessen: 4,05; berechnet: 4,07
Spaltbarkeit fehlt
Farbe dunkelrötlichbraun, dunkelgelb, rötlichgelb, rotbraun; in dünnen Schichten gelb bis hell grünlichgelb
Strichfarbe weiß
Transparenz durchscheinend
Glanz Glasglanz
Kristalloptik
Brechungsindex n = 1,875 natürlich, 1,970 (synthetisch)
Doppelbrechung keine, da isotrop

Calderit ist ein selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Silikate und Germanate“ mit der Endgliedzusammensetzung Mn2+3Fe3+2[SiO4]3 und damit chemisch gesehen ein Mangan-Eisen-Silikat. Strukturell gehört Calderit zu den Inselsilikaten und dort zur Gruppe der Granate.

Da Calderit Mischkristalle mit Spessartin (Mn3Al2[SiO4]3) und Andradit (Ca3Fe2[SiO4]3) bildet und daher meist geringe Anteile von Mangan durch Calcium und Eisen durch Aluminium diadoch ersetzt sein können, wird die chemische Formel allgemein auch mit (Mn2+,Ca)3(Fe3+,Al)2[SiO4]3 angegeben.

Calderit kristallisiert im kubischen Kristallsystem, ist durchsichtig bis durchscheinend und entwickelt nur kleine, glasglänzende Kristalle von orangegelber, dunkelgelber, rötlichgelber oder rotbrauner Farbe. In dünnen Schichten kann er auch gelb bis grünlichgelb sein. Meist findet sich das Mineral in Form körniger bis massiger Mineral-Aggregate.

  1. 1 2 3
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  4. 1 2
  5. 1 2
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