Callinstraße 4

Das denkmalgeschützte Gebäude Callinstraße 4 in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover aus dem Ende des 19. Jahrhunderts ist „ein qualitätvoller Backsteinbau, [...] der zwischen der einfachen Bebauung der Rehbockstraße und der anspruchsvolleren der Callinstraße als vermittelnder Eckbau eine städtebaulich bedeutende Situation markiert.“ Das um 1895 anfangs der Callinstraße an der Einmündung der Rehbockstraße errichtete Gebäude lehnt sich mit seinen gotisierenden Elementen an die Bautradition der Hannoverschen Architekturschule an. Architekt war ein Schüler von Conrad Wilhelm Hase, Friedrich Wedel.

Der mit Form- und Glasursteinen reich verzierte Bau ist mit seinem Eckerker und dem darüber aufragenden Turmaufbau abwechslungsreich gestaltet mit Staffelgiebeln und filialeähnlichen Aufsätzen, Balkonvorbauten mit aufwendigen schmiedeeisernen Elementen und Bauplastik.

  1. 1 2 3 Gerd Weiß: Glünderstraße, in: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Stadt Hannover, Teil 1, Band 10.1, hrsg. von Hans-Herbert Möller, Niedersächsisches Landesverwaltungsamt – Institut für Denkmalpflege, Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig 1983, ISBN 3-528-06203-7, S. 108f.; (Link zum Digitalisat der Universitätsbibliothek Heidelberg); sowie Nordstadt im Addendum zu Teil 2, Band 10.2: Verzeichnis der Baudenkmale gem. § 4 (NDSchG) (ausgenommen Baudenkmale der archäologischen Denkmalpflege), Stand: 1. Juli 1985, Stadt Hannover, Niedersächsisches Landesverwaltungsamt – Veröffentlichungen des Instituts für Denkmalpflege, S. 6f.
  2. Günther Kokkelink, Monika Lemke-Kokkelink: Baukunst in Norddeutschland. Architektur und Kunsthandwerk der Hannoverschen Schule 1850–1900. Schlütersche, Hannover 1998, ISBN 3-87706-538-4
  3. Ekkehard Oehler-Austin: Hannover. Rundgänge durch die Geschichte, Erfurt: Sutton, 2010, ISBN 978-3-86680-619-1, S. 54, 55; eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche