Camik

Camik, auch Camic, Kamic oder Kamik geschrieben, war ein mittelalterliches Dorf auf der Insel Usedom. Der Ort gilt als Stammsitz der Familie von Kameke. Wegen der Ähnlichkeit der Namen wird Camik in der älteren genealogischen Literatur, teilweise auch in neueren regionalhistorischen Schriften, mit dem Ort Kamminke im Südosten Usedoms gleichgesetzt. Anhand der Quellenlage kann Camik jedoch westlich von Pudagla im Umfeld des Konker Berges – früher auch Kamiker oder Kamker Berg genannt – lokalisiert werden. Dies wurde durch Zietlow bereits 1858 dargelegt. Auch Heinrich Berghaus verortete Camik 1867 westlich von Pudagla. Durch Robert Burkhardt wurde Camik 1909 erneut mit Kamminke gleichgesetzt. Die Historiker Hermann Hoogeweg und Adalbert Holtz schlossen diesen Zusammenhang jedoch aus.

  1. Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürstenthums Rügen. 3. Teil, Band 1, W. Dietze, Anklam 1867, S. 572 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  2. Robert Burkhardt: Chronik der Insel Usedom. Bd. 1, Swinemünde 1909, S. 103.
  3. Hermann Hoogeweg: Die Stifter und Klöster der Provinz Pommern. Band 2, Stettin 1925, S. 278, urn:nbn:de:gbv:9-g-5274017.
  4. Adalbert Holtz: Bischof Otto von Bamberg in Warp. Die Burgwälle Garz auf Usedom und Neuwarp Altstadt. In: Gesellschaft für pommersche Geschichte und Altertumskunde (Hrsg): Baltische Studien. Neue Folge Bd. 45, von der Ropp, Hamburg 1958, S. 29 (Digitalisat).