Campill
Campill (selten auch Kampill, ladinisch Lungiarü, italienisch Longiarù) ist eine Fraktion der Gemeinde St. Martin in Thurn im Campilltal in Südtirol bzw. Ladinien auf 1400 m Höhe unterhalb des Peitlerkofels am Rand des Naturparks Puez-Geisler. Die Fraktion war ursprünglich eine selbstständige Gemeinde, die bis zum Ende des Ersten Weltkriegs zum Gerichtsbezirk Enneberg gehörte. 1928 wurde Campill der Gemeinde St. Martin in Thurn zugeschlagen. In Campill wird überwiegend Ladinisch gesprochen, aber auch Deutsch und Italienisch, die Landessprachen Südtirols.
2018 wurde Campill nach Matsch zum zweiten Südtiroler Bergsteigerdorf der internationalen Alpenvereinsinitiative.
In Campill gibt es eine Grundschule für die ladinische Sprachgruppe.
- ↑ „Longiariü“, Franz Hieronymus Riedl: Durch Enneberg und Buchenstein. In: Ladinien – Land und Volk in den Dolomiten. Jahrbuch des Südtiroler Kulturinstitutes 1963/64. Bozen 1964.
- ↑ St. Martin in Thurn: Campill
- ↑ Bergsteigerdorf Lungariü. Bergsteigerdörfer, abgerufen am 3. September 2025.