Cap-Darlehen

Ein Cap-Darlehen ist im Bankwesen ein Darlehen oder Kredit mit variablem Kreditzins, bei denen der Zins eine bestimmte Zinsobergrenze nicht überschreiten darf. Gegensatz ist das Floor-Darlehen. Diese Kredite sind mit einem Zinsderivat verbunden, und zwar konkret mit einem Cap (englisch cap, „Obergrenze“), so dass Cap-Darlehen ein strukturiertes Finanzprodukt darstellen. Sie vermindern das Zinsänderungsrisiko vor allem des Kreditnehmers, weil dieser ein Interesse daran hat, dass durch steigende Marktzinsen nicht seine Finanzierungskosten erhöht werden. Auf diese Weise kann ein variabel verzinslicher Kredit nach oben durch einen maximalen Zinssatz begrenzt werden. Insbesondere bei Baufinanzierungen und Immobilienfinanzierungen lohnt sich der Einsatz kreditzinsbegrenzender Zinsderivate. Das mit einem Zinscap verbundene Wertpapier ist ein Cap-Floater.

  1. David Grünberger/Herbert Grünberger, English for Accountants, 2020, S. 18
  2. Thomas Hartmann-Wendels/Andreas Pfingsten/Martin Weber, Bankbetriebslehre, 2019, S. 177