Carolabrücke (Dresden)
Die Carolabrücke war eine der vier Elbbrücken in der Dresdner Innenstadt. Sie wurde im Süden in der Altstadt durch den Rathenauplatz und im Norden in der Inneren Neustadt durch den Carolaplatz begrenzt.
Sie war nach Carola von Wasa-Holstein-Gottorp (1833–1907), der Gemahlin von König Albert, benannt und hieß von der Einweihung bis 1918 „Königin Carola-Brücke“, ab 1918 nur noch „Carola-Brücke“. 1947 erhielt die noch kriegszerstörte Brücke nach dem früheren sächsischen Ministerpräsidenten und Dresdner Oberbürgermeister Rudolf Friedrichs den Namen Dr.-Rudolf-Friedrichs-Brücke. An der unterstromigen Seite des Altstädter Widerlagers ist bis heute (Stand: 2024) eine entsprechende Namenstafel in Erinnerung an Rudolf Friedrichs vorhanden. Öffentlich geriet die Benennung in Vergessenheit und kam erst ab 1971 mit der Einweihung eines Neubaus, nunmehr als Spannbetonbrücke, wieder in Gebrauch. 1991 wurde die Brücke in „Carolabrücke“ umbenannt.
Am frühen Morgen des 11. September 2024 stürzte ein Teil der Brücke (Brückenzug C) ein. Menschen kamen nicht zu Schaden. Ein zur Ursache dieses Einsturzes in Auftrag gegebenes Gutachten kam zu dem Schluss, dass als Folgemaßnahme die Brücke komplett abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden muss. Von Juni bis September 2025 erfolgte der Abriss der verbliebenen beiden Brückenzüge.