Cascade (Computervirus)
| Cascade | |
|---|---|
| Name | Cascade |
| Aliase | Herbstlaub, Blackjack |
| Bekannt seit | 1987 |
| Erster Fundort | Bundesrepublik Deutschland |
| Virustyp | Dateivirus |
| Dateigröße | 1.701 Bytes oder 1.704 Bytes |
| Wirtsdateien | COM |
| Verschlüsselung | oligomorph |
| Stealth | nein |
| Speicherresident | ja |
| System | MS-DOS (DOS-PC) |
| Programmiersprache | x86-Assembler |
| Info | Erstes selbstverschlüsselndes Virus |
Cascade ist ein Computervirus, das im deutschsprachigen Raum auch unter dem Namen Herbstlaub bekannt ist. Die 1704-Variante (Blackjack) wurde erstmals im Oktober 1987 an der Universität Konstanz entdeckt.
Cascade war das erste bekannte Virus, das seinen Code selbst verschlüsselte. Dadurch versuchte sich eine Infektion vor der damals noch neuen Antivirussoftware zu verstecken.
Bis in die 1990er Jahre gehörte Cascade zu den häufigsten Viren, die in Mitteleuropa unkontrolliert in Umlauf waren.
Cascade wurde vermutlich ohne bösartige Absicht entwickelt, das Virus wurde oft als Scherzprogramm angesehen. Diese Sichtweise ist aber strittig, denn der Anwender war durch den Payload zu einem Neustart gezwungen. Dabei konnten natürlich auch Datenverluste vorkommen. Das war aber nicht lange von Bedeutung, da die originale Version des Virus den Payload nur zwischen dem 1. Oktober und dem 31. Dezember 1988 auslöste.
- ↑ IT-Sicherheit lässt sich dem Anwender spielend leicht vermitteln ( vom 4. März 2016 im Internet Archive) auf security-insider.de