Cesare Musatti
Cesare Musatti (* 21. September 1897 in Dolo; † 21. März 1989 in Mailand) war ein italienischer Psychologe. Er gilt als einer der Pioniere der Gestalttheorie und der Psychoanalyse in Italien.
Nach dem Examen an der Universität Padua war er zunächst Assistent von Vittorio Benussi und übernahm nach dessen Tod seinen Lehrstuhl an der Universität. 1938 wurde ihm die Lehrerlaubnis entzogen. Er ging dann nach Mailand, wo er am Liceo Parini Philosophie unterrichtete, bevor er eine Stelle bei Olivetti im Bereich Arbeitspsychologie annahm. Von 1948 bis 1968 war er ordentlicher Professor für Psychologie an der Universität Mailand.
Zu seinen bekanntesten Schülern zählen die Psychologen Gaetano Kanizsa und Fabio Metelli, die ihrerseits maßgeblich zum Aufstieg der Gestaltpsychologie in Italien beitrugen.
Musatti heiratete Albina Pozzato, mit der er 1929 einen Sohn bekam, der nach nur zwei Lebenstagen starb. Pozzato verstarb gegen Ende des Jahres vorzeitig. 1932 heiratete er erneut eine Kollegin aus dem Psychologielabor, Silvia De Marchi, mit der er 1933 den Sohn Riccardo bekam. Auch sie starb jedoch bereits im März 1936. 1937 heiratete er die aus Udine stammende Literaturstudentin Carla Rapuzzi, die 17 Jahre jünger war als er und mit der er 1938 seine zweite Tochter Elisa Caterina bekam.
- ↑ siehe F. Toccafondi & R. Valdevit, Gestaltpsychologie in Italien, in: H. Metz-Göckel (Hrsg., 2008), Gestalttheorie aktuell. Handbuch zur Gestalttheorie Band 1, Wien: Krammer, 291–310.
- ↑ Musatti, Cesare Luigi. In: Enciclopedia Treccani. Abgerufen am 22. März 2022 (italienisch).
- ↑ David B. Baker: The Oxford Handbook of the History of Psychology: Global Perspectives. Oxford University Press, Oxford 2012, ISBN 978-0-19-971065-2, S. 322 ff.
- ↑ Cesare Luigi Musatti ASPI, abgerufen am 22. Juni 2023
- ↑ MUSATTI, Cesare - Enciclopedia. Abgerufen am 15. April 2025 (italienisch).