Charon (Mythologie)

Charon (IPA: [ˈçaːʁɔn], [ˈkaːʁɔn]; altgriechisch Χάρων Chárōn, Kurzform zu χαροπός charopós, deutsch mit funkelnden Augen) ist in der griechischen und römischen Mythologie der düstere, greise Fährmann, der die Toten für einen Obolus (Münze) in einem Boot über den Totenfluss – meist den Acheron, häufig werden auch die Flüsse Lethe und Styx genannt – bringt, damit sie ins Reich des Hades, des Herrschers der Unterwelt, gelangen.

Die dem Fährmann gewidmeten, meist in Höhlen oder Felsöffnungen gelegenen Kultstätten werden als Charoneia bezeichnet.

  1. Carl Venator: Die in unserer Sprache gebräuchlichen Fremdwörter: mit Angabe ihrer Aussprache, ihrer Verdeutschung und Erklärung, in alphabetischer Ordnung sowohl zum Hausgebrauch für Jedermann, als auch für Schulen. Pabst, 1838 (google.de [abgerufen am 11. Dezember 2025]).
  2. Zeno: pierer-1857-003-0874. Archiviert vom Original am 22. Februar 2025; abgerufen am 11. Dezember 2025.
  3. Hans von Geisau: Charon 1. In: Der Kleine Pauly (KlP). Band 1, Stuttgart 1964, Sp. 1138f.
  4. Bereits in einem Gedicht des jüngeren Epos namens Minyas, zitiert bei Pausanias, Beschreibung Griechenlands 10,28,2, wird das hohe Alter Charons betont; auch Euripides, Alkestis 441, und Aristophanes, Die Frösche 139 f., zielen auf das hohe Alter Charons ab.