Charrúa

Die Charrúa gehörten zu den indigenen Völkern Südamerikas, die vor allem in den Grenzen des heutigen Uruguay, sowie zudem im nordöstlichen Argentinien und dem südlichen Brasilien lebten. Sie waren nomadische Jäger und Sammler (Großwild, Vegetabilien, Fisch), die in Zelten lebten. Schon seit Beginn der Conquista im 16. Jahrhundert machten sie sich die verwilderten Pferde und Rinder der Spanier – Cimarrones – zu Nutze und entwickelten sich zu gefürchteten Reiterkriegern. Lebten sie vorher unter ständigem Druck der Guarani – die an den Küsten Uruguays und den großen Flüssen lebten – so wendete sich dies nun zu ihren Gunsten. Im 19. Jahrhundert wurde das Volk ausgerottet.

  1. Waldemar Stöhr: Lexikon der Völker und Kulturen. Bd. 1, Westermann, Braunschweig 1972, ISBN 3-499-16158-3. S. 81.
  2. Paideuma: Mitteilungen zur Kulturkunde, Band 8. 1962. S. 99.
  3. Uruguay – From pre-columbian times to the conquest. In countrystudies.us, U.S. Library of Congress, abgerufen am 26. Januar 2016