Cheltenham (Schriftart)

Die Cheltenham ist eine US-amerikanische Serifen-Schriftart. Sowohl aus Auszeichnungs- als auch als Grundschrift kam sie im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts weithin zum Einsatz. Entworfen wurde sie 1896 von dem Architekten Bertram Goodhue, überarbeitet von Morris Fuller Benton. Die Marktetablierung seitens der American Type Founders (ATF) erfolgte ab 1902. Ungewöhnlich an der Cheltenham war die – für ihre Zeit – ungewöhnlich üppige Schnittausstattung. Als deutlich mit Stilelementen der Belle Epoque behaftete Schrift hatte sich die „Chelt“ in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts überlebt. Der Versuch eines Neustarts erfolgte im Zug einer Überarbeitung durch die International Typeface Corporation (ITC) im Jahr 1975. Langjähriges CI-Element ist die Cheltenham bei der New York Times. 2003 legten die NYT-Macher fest, Überschriften ausschließlich in Cheltenham zu setzen – anstatt, wie zuvor, in stark bevorzugter Form.