Cheyne-Stokes-Atmung

Klassifikation nach ICD-11
7A40.3 Zentrale Schlafapnoe mit Cheyne-Stokes-Atmung
MD11.4 Schlafbezogene Cheyne-Stokes-Atmung
MD11.Y Sonstige näher bezeichnete Störungen der Atmung
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Bei der Cheyne-Stokes-Atmung – benannt nach John Cheyne (1777–1836) und William Stokes (1804–1878) – handelt es sich um eine pathologische Atmungsform. Sie ist durch ein periodisches An- und Abschwellen der Atemtiefe und des Abstands der einzelnen Atemzüge voneinander charakterisiert. An die flachsten Atemzüge schließt sich oft ein kürzerer Atemstillstand an, dann setzen wieder Atemzüge ein, die sich zunehmend vertiefen.

Eine Cheyne-Stokes-Atmung findet man häufig bei ungenügender Hirndurchblutung, beispielsweise durch Gefäßsklerose, bei Schlaganfällen oder Vergiftungen. Auch bei Tieren im Winterschlaf wurde die Cheyne-Stokes-Atmung beobachtet.

  1. W. A. Müller, S. Frings: Tier- und Humanphysiologie. 3. Auflage. Berlin 2006, ISBN 3-540-32728-2, S. 523.