Chinacridon-Pigmente
Chinacridon-Pigmente (QACs) sind eine Gruppe polycyclischer organischer Pigmente, die sich von Chinacridon, einem System von fünf linear anellierten Ringen, ableiten.
Die Synthese von Chinacridon wurde erstmals 1935 beschrieben, die ersten Chinacridon-Pigmente wurden ab 1958 vermarktet. Neben dem unsubstituierten Chinacridon werden auch substituierte Chinacridone, sowie Mischphasenpigmente von unsubstituierten und unterschiedlich substituierten Chinacridonen vermarktet. Rot- bis gelbstichig-orange Mischphasenpigmente von Chinacridon und Chinacridonchinon, sogenannte Chinacridonchinon-Pigmente haben als Spezialitäten für Metalleffektlackierungen Marktbedeutung.
Chinacridon-Pigmente zeichnen sich durch ihre hohe Licht-, Wetter-, Lösemittel- und Migrationsechtheit aus. Sie werden daher zum Pigmentieren hochwertiger Autolacke, Kunststoffe und Spezialdruckfarben verwendet.
- ↑ Terence R. Chamberlain: High Performance Pigments. John Wiley & Sons, Ltd, 2009, ISBN 978-3-527-62691-5, Quinacridone Pigments, S. 293–329, doi:10.1002/9783527626915.ch18.
- Willy Herbst, Klaus Hunger: Industrielle Organische Pigmente. Herstellung, Eigenschaften, Anwendung. VCH Verlagsgesellschaft, Weinheim 1995, ISBN 3-527-28744-2.
- ↑ S. 8 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)