Chlamydiose
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| A55 | Lymphogranuloma inguinale (venereum) durch Chlamydien |
| A56 | Sonstige durch Geschlechtsverkehr übertragene Chlamydienkrankheiten |
| A70 | Infektionen durch Chlamydia psittaci |
| A71 | Trachom |
| A74 | Sonstige Krankheiten durch Chlamydien |
| J16.0 | Pneumonie durch Chlamydien |
| P23.1 | Angeborene Pneumonie durch Chlamydien |
| P39.1 | Konjunktivitis durch Chlamydien beim Neugeborenen |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| 1C2Z | Krankheiten durch Chlamydien, nicht näher bezeichnet |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Chlamydiosen sind durch verschiedene Chlamydien (bestimmte Bakterienarten) verursachte Infektionskrankheiten. Sie betreffen das Auge (als Trachom), die Atemwege und die Lunge (als Pneumonie) und den Urogenitaltrakt (Harn- und Geschlechtsorgane) als sexuell übertragene Krankheit.
Von genitalen Chlamydien-Infektionen sind überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 24 Jahren betroffen. Urogenitale Chlamydien-Infektionen verlaufen häufig ohne Symptome. Unbehandelt können sie bei 10–40 % der Frauen eine aus dem Genitalbereich aufsteigende Infektion verursachen. Die Folge können chronische Schmerzen und eine Verklebung der Eileiter sein, die zu Unfruchtbarkeit oder Eileiterschwangerschaften führen kann.