Chordoides Gliom
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| C71.5 | Chordoides Gliom des 3. Ventrikels
C71.9 |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-O-3 | |
|---|---|
| 9444/1 | Chordoides Gliom Chordoides Gliom des 3. Ventrikels |
| ICD-O-3, zweite Revision (2019) | |
Das Chordoide Gliom ist eine sehr seltene Form eines Hirntumors und wird in der aktuellen WHO-Klassifikation der Tumoren des zentralen Nervensystems zu den Gliomen ungeklärter Abstammung gezählt mit einem WHO Grad II.
Diese Form ist gut abgegrenzt und wächst langsam. Sie entsteht aus dem Dach oder der Vorderwand des III. Hirnventrikels (Lamina terminalis) oder des Hypothalamus (wohl aus den Tanycyten) und findet sich meist bei Frauen mittleren Alters. Leitsymptome sind Kopfschmerzen und Gedächtnisverlust.
Die Bezeichnung „chordoid“ bezieht sich auf den Plexus choroideus.
Die Erstbeschreibung stammt aus dem Jahre 1998 durch den US-amerikanischen Pathologen D. J. Brat und Mitarbeiter.
- ↑ E. Abdelzaher: Chordoid glioma of the third ventricle. pathologyoutlines.com abgerufen am 23. Dezember 2020.
- ↑ Hirntumorhilfe
- ↑ Eintrag zu Chordoidgliom. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)
- 1 2 Radiopaedia
- ↑ D. J. Brat, B. W. Scheithauer, S. M. Staugaitis, S. C. Cortez, K. Brecher, P. C. Burger: Third ventricular chordoid glioma: a distinct clinicopathologic entity. In: Journal of neuropathology and experimental neurology. Band 57, Nummer 3, März 1998, S. 283–290, doi:10.1097/00005072-199803000-00009, PMID 9600220.