Christentum im Irak

Die Christen im Irak bilden unter den Religionsgemeinschaften im Irak eine kleine religiöse und ethnische Minderheit, wobei etwa 95 % der irakischen Christen zur indigenen Ethnie der Suraye gehören (auch bekannt als Assyrer, Chaldäer und Aramäer) und 3 % Armenier sind.

Vor der Eroberung durch den Islam im 7. Jahrhundert bildeten sie die Mehrheitsbevölkerung im Gebiet des heutigen Irak. Durch die islamische Expansion wurden sie zur Minderheit. Kirchengeschichtlich entstammen die Christen im Irak überwiegend dem syrischen, daneben vor allem dem armenischen Christentum. Die Christen im Irak, ähnlich wie die Christen in Ägypten (Kopten), befinden sich hierbei in einer doppelten Minderheitenrolle: Zum einen bilden sie eine religiöse Minderheit, zum anderen ist diese auch identisch mit einer indigenen ethnischen Minderheit der syrisch-aramäischsprachigen Bevölkerung. Aramäisch wurde im Zuge der Islamisierung mehr und mehr durch das Arabische ersetzt, so dass es sich vielfach nur noch als Kirchensprache erhalten hat.

  1. Nils Metzger: In den Mühlen des Krieges. In: epublikationen.bundeswehr.de. epublikationen.bundeswehr.de, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 2. März 2021 (deutsch). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )
  2. Reuters Staff: Factbox: Iraq’s Christian denominations. In: Reuters. 1. März 2021 (reuters.com [abgerufen am 2. März 2021]).
  3. Michael Wrase: Die Christen im Irak haben viel Leid erfahren – was sie sich vom anstehenden Besuch des Papstes erhoffen. In: Luzerner Zeitung. 5. März 2021, abgerufen am 5. März 2021.