Deutsche Christentumsgesellschaft

Die Deutsche Christentumsgesellschaft wurde am 30. August 1780 von Johann August Urlsperger als Deutsche Gesellschaft zur Beförderung reiner Lehre und wahrer Gottseligkeit in Basel gegründet. Die von Hieronymus Annoni gegründete Gesellschaft von guten Freunden bildete bald das Zentrum der Mitglieder. Im Einflussgebiet des Halleschen Pietismus entstanden in den folgenden Jahren zahlreiche Teilgesellschaften in Deutschland und der Schweiz. Es gelang J. A. Urlsperger allerdings nicht, sein ursprüngliches Ziel einer lehrhaft-apologetischen Verteidigung der christlichen Wahrheit gegenüber dem Deismus und Rationalismus durchzusetzen. Die Deutsche Christentumsgesellschaft wurde zu einem Sammelbecken bibelgläubiger Kreise, der späteren Keimzellen der Erweckungsbewegung.

  1. Waltraud Ch. Haas: Erlitten und erstritten. Der Befreiungsweg von Frauen in der Basler Mission 1816-1966. Basileia Verlag, Basel 1994, ISBN 3-85555-041-7, S. 195.