Christian Wilhelm Brose
Christian Wilhelm Brose (* 4. Juli 1781 in Berlin; † 13. Januar 1870 ebenda) war ein Berliner Bankier.
Christian Wilhelm Brose war ein Sohn des Kaufmanns Christian Heinrich Brose und dessen Ehefrau Charlotte, geb. Louisa Alter. Brose wurde 1805 nach der Heirat mit Henriette Fetschow (1786–1815) von seinem Schwiegervater Heinrich Friedrich Gottlieb Fetschow als Partner in dessen Geschäft aufgenommen, das seitdem den Namen H. F. Fetschow & Sohn führte. Nach dem frühen Tod seiner Frau heiratete er 1817 seine Cousine Amalie Karsten (1794–1889). Von 1820 bis 1822 war er Ältester der Kaufmannschaft. Er war auch beauftragter Rechnungsprüfer in dem Verein der Kunstfreunde im preußischen Staat und wurde dort 1840 zum Ausschussmitglied gewählt.
Das Wohn- und Geschäftshaus der Broses befand sich in der Klosterstr. 87, an jenem Platz, an dem sich heute der Fernsehturm befindet. Die Familie Brose besaß im Berliner Stadtteil Niederschönhausen ein Sommerhaus mit Garten, auch als Brosehaus und Brosepark bekannt.
Brose hatte gute Verbindungen zu Berliner Größen seiner Zeit, z. B. zu Karl Friedrich Schinkel, Christian Peter Wilhelm Beuth und den Brüdern Gropius. 1861 erhielt er den Roten Adlerorden dritter Klasse mit Schleife verliehen. Sein Grab befindet sich auf dem St.-Marien- und St.-Nikolai-Friedhof I im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg und bildet mit dem Mausoleum der ganzen Familie eines der wichtigsten Bauwerke ebenda.
- ↑ Berlin, St. Petri, Taufen 1771–1804. In: Ancestry.com. Deutschland, ausgewählte evangelische Kirchenbücher 1500–1971 [Datenbank online]
- ↑ Berlin, St. Marien, Trauungen 1804–1817, Seite 242. In: Ancestry.com. Deutschland, ausgewählte evangelische Kirchenbücher 1500–1971 [Datenbank online]
- ↑ Hugo Rachel, Johannes Papritz, Paul Wallich: Die Zeit des Merkantilismus. Band 2. De Gruyter, 2019, S. 591. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).