Chronologisches Projekt Xia–Shang–Zhou

Als Chronologisches Projekt Xia–Shang–Zhou (夏商周断代工程, Xià Shāng Zhōu Duàndài Gōngchéng, in Kurzform auch als XSZ-Projekt oder XSZCP bezeichnet) wird ein interdisziplinäres Forschungsprojekt bezeichnet, welches von der Volksrepublik China damit beauftragt wurde, Details zu den örtlichen und insbesondere zeitlichen Umständen der frühesten chinesischen Dynastien herauszufinden – der Xia-Dynastie, der Shang-Dynastie und der Zhou-Dynastie. Leiter der insgesamt mehr als 200 Experten umfassenden Forschungsgruppe war Professor Li Xueqin von der Tsinghua-Universität in Peking. Das ehrgeizige Projekt wurde innerhalb des neunten chinesischen Fünfjahresplans finanziert und umgesetzt, welcher 1996 beschlossen wurde. Ergebnisse des Forschungsprojekts wurden im Oktober 2000 vorgestellt.

Forscher außerhalb der Volksrepublik haben seither Kritik an der Methodik und den Ergebnissen geübt, welche innerhalb der VR China nicht zur Diskussion stehen. Politische Hauptmotivation sei es gewesen, die nationale Kontinuität der sprichwörtlichen 5000-jährigen Geschichte Chinas faktisch zu untermauern.