Classless Inter-Domain Routing
Classless Inter-Domain Routing (CIDR) beschreibt ein Verfahren zur effizienteren Nutzung des bestehenden 32-Bit-IP-Adress-Raumes für IPv4. Es wurde 1993 eingeführt (RFC 1518, RFC 1519, RFC 4632), um die Größe von Routingtabellen zu reduzieren und um die verfügbaren Adressbereiche besser auszunutzen.
Mit CIDR entfällt die feste Zuordnung einer IPv4-Adresse zu einer Netzklasse, bei welcher aus den ersten beiden Bits des ersten Oktetts die Präfixlänge der jeweiligen Netzklasse hervorging. Die Präfixlänge ist mit CIDR frei wählbar und muss deshalb beim Aufschreiben eines IP-Subnetzes mit angegeben werden. Dazu verwendet man häufig eine Netzmaske.
Bei CIDR führte man als neue Notation so genannte Suffixe ein. In der CIDR-Notation folgt auf die IP-Adresse ein Slash ('/') und dann das Suffix als Dezimalzahl. Die Zahl gibt die Anzahl der führenden 1-Bits in der Netzmaske (von links nach rechts) an. Das bedeutet, dass jedes angegebene Bit identisch zur angegebenen IP-Adresse bleiben muss. Diese Schreibform, z. B. 172.17.0.0/17, ist kompakter als die Dotted decimal notation wie z. B.172.17.0.0/255.255.128.0.
Bei IPv6 ist die Notation gleich wie beim CIDR in IPv4 und besteht aus IPv6-Adresse und Präfixlänge (z. B. 2001:0DB8:0:CD30::1/60).