Clausura Bir Oum Ali
| Clausura Bir Oum Ali | |
|---|---|
| Limes | Limes Numidiae |
| Datierung (Belegung) | frühes 2. Jhr.? |
| Typ | Sperrwerk |
| Größe | ca. 600 m Länge |
| Bauweise | Stein |
| Erhaltungszustand | in Teilen sehr gut erhalten, das Torhaus wurde dem modernen Straßenbau geopfert |
| Ort | Bir Oum Ali |
| Geographische Lage | 34° 8′ 14,5″ N, 9° 10′ 20,2″ O |
| Höhe | 260 m |
| Vorhergehend | Kleinkastell Henchir Temassine (südöstlich); Kleinkastell Henchir Mgarine (südöstlich) |
Clausura Bir Oum Ali ist die moderne Bezeichnung eines römischen Sperrwerks des Prinzipats, das für Sicherungs- und Überwachungsaufgaben am Limes Numidiae zuständig war. Die dortigen Limesanlagen wurden durch eine Kette aus Militärstationen und durchlaufenden Grenzbefestigungen gebildet und schlossen die römischen Provinz Africa proconsularis nach Süden hin ab. Die in einigen Abschnitten sehr gut erhaltene Befestigungslinie der Clausura wurde am nördlichen Rand des Schott Fedjedj, einem Sedimentbecken, errichtet, das sich heute im Norden des tunesischen Gouvernements Kebili befindet. Das Sperrwerk von Bir Oum Ali gilt auch als Beginn des Limes Numidiae, der seine Fortsetzung am anderen Ende des Schotts im Südosten mit dem Limes Tripolitanus findet. Die Clausura sperrte neben einer natürlichen Passage durch den Djebel Oum Ali, die das Wadi Oum Ali ausgeschwemmt hat auch dessen angrenzende Höhen.
- ↑ Hans-Jürgen Nitz (Hrsg.): Landerschließung und Kulturlandschaftswandel an den Siedlungsgrenzen der Erde. Symposium anläßlich des 75. Geburtstages von Prof. Dr. Willi Czajka vom 9.–11. November 1973 im Geographischen Institut der Universität Göttingen (= Göttinger geographische Abhandlungen 66), Goltze, Göttingen 1976, S. 170 (Fußnote).