Cloisonismus

Der Cloisonismus (auch: Cloisonnismus, Cloisonné – von französisch cloison: Scheidewand, Verschlag; französisch cloisonner: unterteilen, durch eine Scheidewand trennen) bezeichnet eine Kunstform, bei der reine Farbtöne in großen Flächen von einer schwarzen oder farbigen Linie umrandet sind. Der Cloisonismus wurde beeinflusst durch die Technik des Drahtemails (Steg-Emaille, Zellenschmelz, Email zwischen Metalldrahtstegen), durch die mittelalterlichen Glasmalereien mit ihren Bleiruten und durch japanische Farbholzschnitte (siehe Japonismus). Anwendung findet der Cloisonismus zunächst im Symbolismus (Schule von Pont-Aven, Nabis), dann im Jugendstil, Expressionismus und in Comics.

  1. siehe auch: „Jakobs Kampf am Jabbok
  2. Otto Kammerlohr: Epochen der Kunst. 2. Auflage. Band IV: 19. und 20. Jahrhundert. Schulbuchverlag Kammerlohr, Erlangen 1987, S. 163.
  3. Eva Maria Kaifenheim: Aspekte der Kunst. Verlag Martin Lurz GmbH, München 1979, ISBN 3-87501-060-4, S. 127.