Collegium Albertinum (Konvikt)

Das Collegium Albertinum war von 1892 bis 2024 das Theologenkonvikt des Erzbistums Köln. Studenten der Katholischen Theologie mit dem Ziel der Priesterweihe für das Erzbistum Köln als Heimatdiözese lebten während ihrer Studienzeit an der Universität Bonn im Albertinum. Im Gegensatz zu Vollseminaren wurden die Studenten hier nicht als Priesteramtskandidat bezeichnet, sondern als Diözesantheologe, um hervorzuheben, dass sie sich im Studium befanden.

Das Gebäude des Collegium Albertinum liegt am Rheinufer an der Ostseite der Adenauerallee (Hausnummer 17–19) in der Bonner Südstadt und steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz.

Das Collegium Albertinum beherbergte nicht nur Theologiestudenten des Erzbistums Köln und anderer Diözesen, sondern auch weitere kirchliche Institutionen, etwa die Görres-Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaft, das Institut für Staatskirchenrecht der Deutschen Bischofskonferenz, das Albertus-Magnus-Institut, die Kommission für Zeitgeschichte, die Zentralrendantur Bonn, die Innenrevision des Verbands der Diözesen Deutschlands (VDD) sowie die Joseph-Höffner-Gesellschaft. Aufgrund von Renovierungsmaßnahmen steht diesen Einrichtungen das Gebäude des Collegium Albertinum seit dem 1. September 2024 nicht mehr zur Verfügung. Die Theologiestudenten werden zunächst in Wohngemeinschaften in Bonn oder im Erzbischöflichen Priesterseminar in Köln leben. Das Gebäude des Collegium Albertinums soll künftig über einen möglichen Investor einer Mietnutzung zugeführt werden.

  1. Umbau des Kölner Priesterseminars abgeschlossen – Umzug des Bonner „Collegium Albertinum“. Abgerufen am 18. Januar 2024.
  2. Denkmalliste der Stadt Bonn. (PDF; 2,08 MB) In: bonn.de. 15. Januar 2021, S. 44, archiviert vom Original am 7. Juni 2021; abgerufen am 29. Dezember 2025. S. 2, Nummer A 1847
  3. Erzbistum Köln: Nutzung von Bonner Collegium Albertinum offen. Abgerufen am 18. März 2023.
  4. Erzbistum Köln will Collegium Albertinum in Bonn vermieten. Abgerufen am 15. März 2025.