Computerspielstörung
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| 6C51 | Computerspielstörung |
| 6C51.0 | Computerspielstörung, vorwiegend online |
| 6C51.1 | Computerspielstörung, vorwiegend offline |
| 6C51.Z | Computerspielstörung, nicht näher bezeichnet |
| QE22 | Gefährliches Computerspielen |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Computerspielstörung oder Computerspielabhängigkeit, umgangssprachlich auch Computerspielsucht genannt, bezeichnet eine Verhaltenssucht, die aus der zwanghaften Nutzung von Computer- und Videospielen besteht.
Computerspielstörung wird als psychische Krankheit angesehen, weil sie die Freiheitsgrade des Betroffenen einengt und dadurch ein Freiheitsverzicht sowie -verlust resultiert. Besonders beachtet sind hierbei Online-Rollenspiele, in denen sich sehr viele Spieler zur selben Zeit aufhalten (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game, MMORPG).
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Computerspielstörung in die ICD-11 aufgenommen. Die American Psychiatric Association (APA) erkennt die Computerspielstörung zwar nicht als Störung an, doch angesichts der vorhandenen Studien und Forschungen hat die APA die Computerspielstörung als „Zustand, der weitere Untersuchungen erfordert“ in das DSM-5 als „Internet Gaming Disorder“ aufgenommen.
- ↑ Verhaltenssüchte als neue ICD-11-Diagnosen. In: Springer Medizin. Abgerufen am 6. Juli 2025.
- ↑ Katajun Lindenberg, Martin Holtmann: Einzug der Computerspielstörung als Verhaltenssucht in die ICD-11. In: Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie. 1. Januar 2022, ISSN 1422-4917, doi:10.1024/1422-4917/a000837 (hogrefe.com [abgerufen am 6. Juli 2025]).
- ↑ Nancy M. Petry, Florian Rehbein, Douglas A. Gentile, Jeroen S. Lemmens, Hans-Jürgen Rumpf, Thomas Mößle, Gallus Bischof, Ran Tao, Daniel S. S. Fung, Guilherme Borges, Marc Auriacombe, Angels González Ibáñez, Philip Tam, Charles P. O'Brien: An international consensus for assessing internet gaming disorder using the new DSM-5 approach. In: Addiction. Band 109, Nr. 9, 2014, ISSN 1360-0443, S. 1399–1406, doi:10.1111/add.12457 (wiley.com [abgerufen am 6. Juli 2025]).