Conrad-Observatorium
| Conrad-Observatorium | |
|---|---|
| Stollensystem des Conrad-Observatoriums | |
| Gründung | 2002 |
| Typ | Meteorologische Beobachtungseinrichtung |
| Höhe | 1088 m ü. A. |
| Koordinaten | 47° 55′ 39″ N, 15° 51′ 32″ O |
| Ort | Trafelberg bei Muggendorf, in Niederösterreich |
| Betreiber | GSA |
| Website | Homepage Conrad-Observatorium |
Das Conrad-Observatorium ist eine unterirdische, geophysikalische Forschungseinrichtung der Bundesanstalt GeoSphere Austria (GSA). Es ist das einzige Observatorium dieser Art und befindet sich auf dem Trafelberg (1146 m ü. A., ⊙) in Muggendorf, in Niederösterreich, ca. 45 km südwestlich von Wien. Benannt ist es nach dem aus Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus vertriebenen Seismologen und Klimatologen Victor Conrad (1876–1962), der viele Jahre an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), der Vorgängerin der heutigen Betreiberin, beschäftigt war.
Grundlegende Aufgabe des Observatoriums ist die Beobachtung relevanter physikalischer Parameter, die für unser Verständnis von Vorgängen auf und unter der Erde von entscheidender Bedeutung sind. Am Conrad-Observatorium werden Erdbebenaktivitäten (Seismologie), Erdschwerevariationen und Massenveränderungen (Gravimetrie), magnetische Feldvariationen, geodätische Parameter, atmosphärische Wellen und meteorologische Daten kontinuierlich überwacht.
Das Conrad-Observatorium beinhaltet zwei Hauptbereiche:
- Das seismisch-gravimetrische Observatorium (SGO) wurde 2002 eröffnet.
- Das geomagnetische Observatorium (GMO) ging im Mai 2014 in Betrieb.
- ↑ Martin Stepanek: Unterirdischer Messstation in Niederösterreich entgeht kein Atombombentest. Der Standard, 14. Juli 2024, abgerufen am 20. Juli 2024 (österreichisches Deutsch).